Was ist ein Zahnimplantat?
Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, meist aus Titan oder Keramik. Es wird im Kieferknochen verankert und wächst dort innerhalb einiger Monate fest ein. Auf dem Implantat sitzt später der sichtbare Zahnersatz: eine Krone, eine Brücke oder eine Prothese.
Anders als eine klassische Brücke kommt ein Implantat ohne das Beschleifen gesunder Nachbarzähne aus. Es belastet den Kiefer beim Kauen ähnlich wie ein natürlicher Zahn und wirkt so dem Knochenabbau an der Lücke entgegen.

So ist ein Implantat aufgebaut
Teil 1
Implantatkörper
Die künstliche Zahnwurzel aus Titan oder Keramik. Sie wird im Kieferknochen verankert und heilt dort fest ein.
Teil 2
Aufbau (Abutment)
Das Verbindungsstück zwischen Implantat und Zahnersatz. Es trägt die spätere Krone.
Teil 3
Krone
Der sichtbare Zahnersatz, gefertigt im Dentallabor und farblich an Ihre Zähne angepasst.
So läuft die Behandlung ab
- 1
Untersuchung und Planung
Die Praxis erhebt den Befund, meist mit Röntgenbild oder 3D-Aufnahme, und bespricht die Versorgung. Sie erhalten einen Heil- und Kostenplan (HKP).
- 2
Genehmigung und Vorbereitung
Bei gesetzlich Versicherten genehmigt die Krankenkasse den HKP. Falls nötig, folgen Vorbehandlungen, etwa eine professionelle Zahnreinigung oder eine Parodontitis-Behandlung.
- 3
Falls erforderlich: Knochenaufbau
Reicht der Knochen an der Implantatstelle nicht aus, wird er aufgebaut. Je nach Umfang passiert das in einem eigenen Eingriff oder direkt bei der Implantation.
- 4
Implantation
Das Implantat wird eingesetzt, in der Regel ambulant und in örtlicher Betäubung. Der Eingriff dauert pro Implantat oft weniger als eine Stunde.
- 5
Einheilzeit
Das Implantat verwächst mit dem Knochen. Das dauert je nach Situation etwa zwei bis sechs Monate. In dieser Zeit tragen Sie bei Bedarf ein Provisorium.
- 6
Zahnersatz und Nachsorge
Nach der Einheilung werden Aufbau und Krone eingesetzt. Danach gehören regelmäßige Kontrollen und professionelle Reinigungen zur Nachsorge.
Wann kommt ein Implantat infrage?
Implantate kommen für die meisten Erwachsenen infrage. Wichtig sind vor allem drei Punkte:
- Abgeschlossenes Kieferwachstum, deshalb kommen Implantate erst für Erwachsene infrage
- Ausreichend Knochen an der Implantatstelle, sonst ist ein Knochenaufbau möglich
- Entzündungsfreies Zahnfleisch und eine gute Mundhygiene
Faktoren wie starkes Rauchen, eine unbehandelte Parodontitis oder ein schlecht eingestellter Diabetes können die Einheilung beeinträchtigen. Ob ein Implantat in Ihrem Fall sinnvoll ist, klärt die zahnärztliche Untersuchung.
Haltbarkeit und Pflege
Bei guter Pflege halten Implantate viele Jahre, oft deutlich länger als zehn. Entscheidend sind gründliche Mundhygiene, die Reinigung der Zahnzwischenräume und regelmäßige Kontrolltermine mit professioneller Reinigung.
Die größte Gefahr für ein Implantat ist eine Entzündung des umliegenden Gewebes, die sogenannte Periimplantitis. Mit guter Pflege und Nachsorge lässt sie sich meist vermeiden.
Was würde das bei Ihnen kosten?
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Dieser Ratgeber informiert allgemein und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung oder Beratung.